Unser Ursprung und Aufgaben

 

Als Dominikanerinnen leben wir aus dem Charisma unseres Ordensgründers, dem hl. Dominikus nach der Regel des hl. Augustinus: "Contemplari et contemplata aliis tradere, Meditieren und das Meditierte weitergeben."

Unsere Gemeinschaft wurde im Jahre 1855 von Pfarrer Josef Bäder, geb. in Freiburg, gegründet als Antwort auf die großen Nöte der damaligen Zeit. Ihm schwebte die Form eines Klosters vor, in der die eucharistische Anbetung und eine zeitgemäße caritative Tätigkeit miteinander verbunden sind.

Unter schwierigsten Bedingungen erwarben acht junge Frauen den Eckhof hoch über Neusatz und führten ein gemeinschaftliches klösterliches Leben. Sie nahmen Waisenkinder auf und unterrichteten diese Kinder. Kurze Zeit später entstand in Neusatzeck auch das erste Exerzitienhaus der Erzdiözese Freiburg. Die kirchliche und behördliche Anerkennung wurde der Gemeinschaft allerdings erst 1917 erteilt.

Bis heute erfüllen die Schwestern den geistlichen Dienst

  • im gemeinsamen Lob Gottes und persönlichen Gebet
  • in der eucharistischen Anbetung und
  • in der täglichen Mitfeier der Eucharistie

und einen sozial-caritativen Dienst

  • an den pflegebedürftigen Mitschwestern
  • im Gästehaus als einem Ort der Begegnung
  • für Erholung Suchende
  • und Menschen, die nach dem Sinn ihres Lebens fragen oder auch geistliche Begleitung und Hilfe auf ihrem Lebensweg wünschen

Früher wirkten die Schwestern in vielen Außenstationen in unseren Krankenhäusern, Altenheimen, Haushaltungsschule, Kindergärten, Mutter-Kind-Kurheim oder als ambulante Krankenschwestern. Seit 2007 leben alle Schwestern in unserem Mutterhaus in Neusatzeck.

 

Kurzgeschichte des Dominikanerordens

Geboren wurde Dominikus Guzmann, der Gründer des Ordens, 1170 in Caleruega/Spanien. Nach seiner Ausbildung und seinen Studien in Valencia, begab er sich auf Reisen mit seinem Bischof Diego. Dabei lernte Dominikus die geistliche Not der Menschen kennen. Der Prunk der Kirche schreckte die Menschen, die nach Orientierung suchten, ab. Diese Erfahrung veranlasste Dominikus, sich in Armut der Predigt für das Volk zu widmen. Er sammelte gleichgesinnte Gefährten um sich, die mit ihm diesen Dienst der Verkündigung des Wortes Gottes, übernahmen. Dominikus lag zutiefst das Heil des Menschen am Herzen.

1216 bestätigte der damalige Papst Honorius III. den Orden der Prediger.

Dominikus schrieb: "Unser Orden ist von Anfang an und ausschließlich für die Predigt und das Heil der Seelen gegründet."

Als Dominikus 1221 starb, führten Frauen und Männer sein Werk fort – bis heute. 1234 sprach Papst Gregor IX. Dominikus heilig.

Das besondere Charisma unserer Gemeinschaft ist die eucharistische Anbetung . Wir bekennen uns zu den Gelübden der Armut, der Ehelosigkeit und des Gehorsams. Dadurch wollen wir frei und verfügbar sein für den Anruf Gottes und dem Dienst am Menschen.

Wir treffen uns täglich dreimal zum Stundengebet (Laudes, Terz, Vesper), feiern an sechs Wochentagen die Eucharistie, dabei sonntags mit der Gemeinde in der Klosterkirche St. Agnes, und halten den Tag über zehn Stunden eucharistische Anbetung im stündlichen Wechsel eine Mitschwester.

Sehr wichtig sind uns Rekreation, Bibellesungen, Vorträge zum geistlichen Leben, miteinander Singen und jährliche Exerzitien.